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Walliser Aktionswoche gegen Rassismus
Vom 21. bis 28. März 2026 mobilisiert der Kanton Wallis seine Jugend unter dem Motto «Jugend und Rassismus». Unter der Leitung des Kantonalen Integrationsbüros (KIB) der Dienststelle für Bevölkerung und Migration (DBM) und der Integrationsdelegierten stehen bei dieser Ausgabe die 15- bis 24-Jährigen im Mittelpunkt, nicht nur als potenzielle Opfer, sondern auch als wichtige Akteurinnen und Akteure des Wandels. Diese Initiative wird von der Fachstelle für Rassismusbekämpfung des Bundes (FRB) unterstützt. Parallel zu dieser Themenwoche nimmt der Kanton Wallis die Beratuingsstelle gegen Rassismus wieder auf, deren Auftrag künftig der Caritas Wallis übertragen wird.
Jedes Jahr wird am 21. März der von der UNO ausgerufene Internationale Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung begangen. In der Schweiz zeigen die Daten der Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB), dass 15- bis 24-Jährige proportional am stärksten von rassistischer Diskriminierung betroffen sind. Angesichts dieser Feststellung verstärkt das Wallis seit 2009 sein Engagement. Die Ausgabe 2026 entspricht einem Wunsch der Walliser Jugend: den Dialog über Identität und Zugehörigkeit zu eröffnen und die Erfahrung von Rassismus als Hebel für Handeln und Veränderung zu nutzen.
Die heute in Vionnaz von Staatsrat Stéphane Ganzer, Valérie Bressoud Guérin, Vizepräsidentin des Vorstandes der Association des communes du Haut-Lac (ACHL) und Präsidentin von Vionnaz und Emilie Cornut, Gemeinderätin und zuständig für Integration in der Gemeinde Vionnaz, lancierte Kampagne basiert auf der Erstellung und Verbreitung von Videoclips, die aus Gesprächen mit Jugendlichen aus dem Kanton entstanden sind. Die Videos wurden im Anschluss an die Vorführung des Films «The Ordinary Swiss» der Walliser Designerin und Art Directorin Safa Zanad gedreht und zeigen authentische Diskussionen, in denen sich Erfahrungsberichte und Reflexionen vermischen. Dieses Projekt entstand dank einer engen Zusammenarbeit mit dem Asylamt, dem Projekt «Young-Tische» von Gesundheitsförderung Wallis sowie den Orientierungsschulen Haut-Lac und Leukerbad und den Aufnahme- und Integrationsklassen der Berufsschule für Handwerk und Gemeinschaftsdienst (EPASC). Diese Kurzfilme, die während der gesamten Kampagne in den sozialen Netzwerken verbreitet werden, sollen den Jugendlichen eine Stimme geben und eine Kultur des Respekts und der Inklusion fördern.
Von Podiumsdiskussionen für Jugendliche in Brig über ein interaktives Theaterstück in Sitten bis hin zu Veranstaltungen für alle Altersgruppen in Ayent finden im gesamten Kanton zahlreiche Aktivitäten statt. Sie bringen Schulen, Jugendorganisationen, Partnerverbände und die breite Öffentlichkeit in der Woche vom 21. bis 28. März 2026 zusammen.
Das detaillierte Programm der Aktivitäten nach Gemeinden ist auf der Website des Kantons vs.ch/sacr verfügbar.
Übernahme der Beratungsstelle gegen Rassismus durch Caritas Wallis
Parallel zu dieser Themenwoche nimmt der Kanton Wallis die Beratungsstelle gegen Rassismus wieder in Betrieb. Ab dem 1. April wird die Tätigkeit im Rahmen eines neuen Mandats der Caritas Wallis wieder aufgenommen, um die Aufnahme, Beratung und Begleitung von Menschen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind, fortzusetzen und zu verstärken.
Die Anlaufstelle spielt eine zentrale Rolle: Sie ermöglicht es, betroffene Personen aufzunehmen, sie über ihre Rechte zu informieren, sie an geeignete Stellen weiterzuleiten und sie gegebenenfalls bei ihren Schritten zubegleiten.
Dieses Mandat steht in vollem Einklang mit den Prioritäten des Regierungsprogramms, insbesondere der Wahrung des sozialen Zusammenhalts und der Bekämpfung von Diskriminierung.