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Umwelt
Die von der Dienststelle für Umwelt veröffentlichte kantonale Abfallstatistik zeigt, dass die Abfallmenge im Wallis im Jahr 2024 2,23 Millionen Tonnen erreicht hat, was einen leichten Rückgang gegenüber 2023 darstellt. Die Menge der Siedlungsabfälle ist hingegen leicht gestiegen und beträgt durchschnittlich 504 Kilogramm pro Einwohner bzw. 1,38 Kilogramm pro Einwohner und Tag. Fast 53% der Abfälle werden recycelt oder verwertet, was die Wirkung der unternommenen Anstrengungen bestätigt, auch wenn die Abfallvermeidung an der Quelle weiterhin eine zentrale Herausforderung in der kantonalen Abfallstrategie bleibt.
Alle Abfallkategorien zusammen (mineralische Bauabfälle, Siedlungsabfälle, Sonderabfälle) ergeben für das Jahr 2024 im Kanton mehr als 2,23 Millionen Tonnen Abfall, gegenüber 2,27 Millionen Tonnen im Jahr 2023.
53% der im Jahr 2024 erzeugten Abfälle wurden stofflich verwertet (Recycling), hauptsächlich mineralische Abfälle wie Beton, Bitumen oder Aushubmaterial. Rund 18% der Abfälle wurden energetisch in thermischen Behandlungsanlagen verwertet (Erzeugung von Wärme und Strom). Im Vergleich dazu wurden nur etwa 29% endgültig abgelagert. Diese Verteilung entspricht der kantonalen Strategie, die Verwertung der Entsorgung vorzuziehen.
Im Jahr 2024 macht der kommunale Anteil der Siedlungsabfälle (Haushaltsabfälle) mehr als 187’000 Tonnen aus, was 504 Kilogramm pro Einwohner und Jahr entspricht. Trotz eines leichten Anstiegs (+5 kg pro Einwohner gegenüber 2023) bestätigt dieser Wert den seit zwei Jahren beobachteten Trend. In den letzten Jahren hat sich die Separatsammlung nach einer 15-jährigen Phase kontinuierlichen Wachstums (+14%) tendenziell stabilisiert. Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Sortiergewohnheiten inzwischen gut etabliert haben, auch wenn noch Verbesserungspotenzial besteht. Mit einer Recyclingquote von 50% bei den Siedlungsabfällen nähert sich das Wallis dem nationalen Durchschnitt (52%) an.
Recycling bleibt wichtig, doch der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Die Vermeidung an der Quelle bleibt daher die wichtigste Herausforderung in der kantonalen Abfallstrategie. Lebensmittelverschwendung reduzieren, nachhaltige Produkte bevorzugen, unnötige Verpackungen vermeiden und reparieren statt wegwerfen sind einfache Massnahmen, um die Abfallmenge zu verringern. Die Dienststelle für Umwelt bietet auf seiner Seite vs.ch/seinen-konsum-ueberdenken zahlreiche Anregungen dazu an.