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Rechnung 2025

Trotz eines wirtschaftlich und geopolitisch unsicheren Umfelds weist die Jahresrechnung 2025 einen Ertragsüberschuss aus. Dank Einnahmen, die über den Budgetprognosen lagen, im Vergleich zur Vorjahresrechnung jedoch insgesamt stabil blieben, sowie dank Budgetrestbeträgen in zahlreichen Bereichen, resultiert in der Erfolgsrechnung ein Ertragsüberschuss von 3,9 Millionen Franken, während die Finanzierungsrechnung einen Finanzierungsüberschuss von 6,4 Millionen Franken verzeichnet. Diese Ergebnisse wurden in einem Umfeld erzielt, das durch ein moderates Wirtschaftswachstum, eine weiterhin niedrige Inflation und tiefe Zinssätze gekennzeichnet war. Daneben ging das Rechnungsjahr 2025 als ein Jahr der ausserordentlichen Ausgaben in die Geschichte ein, was auf die Soforthilfe und die Instandsetzungsarbeiten nach der Katastrophe von Blatten sowie den Unwettern von Sommer 2024 zurückzuführen ist.

 

Im Vergleich zu dem vom Grossen Rat verabschiedeten Budget weist die Jahresrechnung 2025 des Kantons Wallis folgende Hauptmerkmale auf:

 

  • Einnahmen, die insgesamt über den Budgetprognosen lagen, im Vergleich zur Vorjahresrechnung jedoch relativ stabil blieben (insbesondere mit Steuereinnahmen, die um 106,3 Millionen Franken über dem Budget, jedoch 2,6 Millionen Franken unter den Einnahmen der Rechnung 2024 lagen);
     
  • Aufwand und Ertrag der Erfolgsrechnung in Höhe von 4,77 Milliarden Franken, einschliesslich der im Budget nicht vorgesehenen Ausgaben in Zusammenhang mit den starken Schneefällen von April 2025, der Finanzierung des Gesundheitswesens und dem Bergsturz von Blatten (darunter insbesondere 53,1 Millionen Franken für Nachtragskredite und 22,6 Millionen Franken für genehmigte Budgetüberschreitungen);
     
  • ein Ertragsüberschuss von 3,9 Millionen Franken;
     
  • Investitionen auf einem weiterhin hohen Niveau mit Bruttoausgaben von 392,5 Millionen Franken respektive von 481,9 Millionen Franken, wenn man die Investitionen des Fonds FIGI miteinschliesst, was den Willen der Regierung zur Unterstützung der kantonalen Wirtschaft unterstreicht;
     
  • ein Finanzierungsüberschuss von 6,4 Millionen Franken, wobei die Nettoinvestitionsausgaben vollständig durch das Ergebnis vor Abschreibungen und Wertberichtigungen des Verwaltungsvermögens gedeckt sind;
     
  • Ergebnisse, die es ermöglichen, die verfassungsmässige Vorgabe des finanziellen und buchhalterischen Gleichgewichts einzuhalten, ohne Entnahmen aus dem Kompensationsfonds für Ertragsschwankungen oder der finanzpolitischen Reserve, in welche 25 Millionen Franken zugewiesen wurden;
     
  • die Möglichkeit, die Zuweisungen in die Fonds, deren Einlagen im Rahmen der Budgetverabschiedung 2025 per Dekret eingefroren waren, wieder vollumfänglich zu tätigen, da die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

 

Diese Ergebnisse werden es dem Staat ermöglichen, die auf ihn zukommenden Herausforderungen auf einer soliden Grundlage anzugehen. Es ist damit zu rechnen, dass mehrere wichtige, aus wirtschaftlicher und politischer Sicht aktuelle Themen, die kommenden Rechnungsjahre beeinflussen werden, so beispielsweise das Entlastungspaket des Bundes, das Inkrafttreten des indirekten Gegenentwurfs zur Krankenversicherungsprämien-Entlastungs-Initiative sowie die Auswirkungen der Steuerrevision zugunsten natürlicher Personen. Will man sowohl die Stabilität als auch die Nachhaltigkeit der Kantonsfinanzen gewährleisten und gleichzeitig die in der Verfassung geforderte harmonische Entwicklung des Kantons vorantreiben, gilt es, eine umsichtige und rigorose Finanzpolitik fortzuführen.

 

Fonds FIGI

 

Bei einem betrieblichen Aufwand von 87,2 Millionen Franken und einem betrieblichen Ertrag von 86,6 Millionen Franken weist die Erfolgsrechnung des Fonds zur Finanzierung der Investitionen und der Geschäftsführung staatlicher Immobilien (Fonds FIGI) einen Aufwandüberschuss von 0,7 Millionen Franken aus und kommt damit sehr nahe an das budgetierte Ergebnis.

 

Zu den wichtigsten Renovations- und Sanierungsarbeiten, die 2025 durchgeführt wurden, gehören das Verwaltungsgebäude an der Piscine 10 in Sitten (13,7 Millionen), das Regierungsgebäude in Sitten (4,7 Millionen), das Kollegium in Brig (3,7 Millionen) sowie die Berufsfachschule EPCA in Sitten (2,4 Millionen).

 

Die Investitionsausgaben des Fonds FIGI belaufen sich auf 89,4 Millionen Franken, denen Nettoinvestitionen von 81,2 Millionen Franken gegenüberstehen. Aktuell befinden sich mehrere Grossprojekte in Planung oder Umsetzung, darunter das Gymnasium Ella Maillart in Sitten (23,3 Millionen), die Notrufzentralen 112-117-118-144 und das 2. Rechenzentrum in Siders (14,8 Millionen), die Forschungsstelle Eterpys in Conthey (11,2 Millionen) sowie der Kauf eines Verwaltungsgebäudes in Sitten (10,7 Millionen).